IT-Strategie

Die größten Schnittstellenprobleme der Industrie: Warum fehlende Integration Unternehmen Millionen kostet

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Übersicht der sechs größten Schnittstellenprobleme in Unternehmen

*Diese Grafik wurde teilweise mithilfe von generativer Künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend manuell bearbeitet

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Ein Fertigungsunternehmen steht für eine Stunde still. Keine Cyberattacke, kein Feuer, keine Naturkatastrophe. Einfach nur, weil zwei Systeme nicht miteinander sprechen wollten. Laut Siemens „True Cost of Downtime 2024“ kostet ungeplante Ausfallzeit die 500 größten Industrieunternehmen der Welt inzwischen rund 1,4 Billionen US-Dollar pro Jahr, das entspricht 11 % ihres Gesamtumsatzes. 2019 waren es noch 8 %. In der Automobilfertigung kann eine stillstehende Produktionslinie bis zu 2,3 Millionen US-Dollar pro Stunde kosten. Die Studie „Value of Reliability“ von ABB beziffert die branchenübergreifenden Median-Kosten von Ausfallzeit in der deutschen Wirtschaft auf etwa 147.000 € pro Stunde, zudem sind mehr als zwei Drittel der Unternehmen mindestens einmal im Monat betroffen.

Das ist kein IT-Problem mehr. Das ist ein Business-Problem, mit Zahlen, die jeden CFO und CEO aufhorchen lassen sollten.

🖥️ Zwei Welten, ein gemeinsames Problem

In der Industrie verschmelzen aktuell zwei historisch getrennte Welten: Die klassische IT, die Daten und Anwendungen verwaltet, und die OT (Operational Technology/Betriebstechnologie), die physische Anlagen steuert, von Sensoren über PLCs bis zu SCADA-Systemen. Beide Welten hatten jahrzehntelang eigene Regeln, eigene Prioritäten und eigene Sprache. IT-Teams denken in Update-Zyklen und Agilität, Betriebstechnologie-Teams in unterbrechungsfreiem Betrieb und maximaler Zuverlässigkeit. Eine aktuelle IoT-Analytics-Studie zeigt: Genau dieser Kulturunterschied gehört zu den größten Hürden der IT/OT-Konvergenz, dazu kommen Altsysteme, die nie für eine Anbindung an moderne IT-Systeme konzipiert wurden und schlicht keine passenden Schnittstellen mitbringen.

Das Ergebnis: Zwei Welten, die zusammenwachsen sollen, aber technisch, organisatorisch und kulturell kaum vorbereitet sind.

Auf der klassischen IT-Seite sieht es kaum besser aus. Eine Bitkom-Studie zeigt: 53 % der deutschen Unternehmen haben Probleme bei der Bewältigung der Digitalisierung. Ein zentraler, wiederkehrender Faktor scheint dabei die fehlende Integration zwischen bestehenden Systemen wie ERP, PIM, CRM und Shop-Lösungen zu sein. Hierbei könnte entscheidend sein, dass diese aus einzelnen Digitalisierungsmaßnahmen isolierte Insellösungen machen, also keine durchgängigen Prozesse zustande kommen. Die daraus resultierenden Folgen sind doppelte Datenpflege, Medienbrüche, manuelle Nacharbeit und Fehler, die sich durch die gesamte Prozesskette ziehen.

⚠️ Wenn Schnittstellen fehlen, wird es nicht nur technisch teuer

Background Check: Die NIS-2-Richtlinie regelt die Cybersicherheit von Organisationen und kritischer Infrastruktur, während der Cyber Resilience Act (CRA) verbindliche Sicherheitsstandards für digitale Produkte (Hardware und Software) vorschreibt. Beide Gesetze greifen ineinander, um die europäische Lieferkette lückenlos gegen Cyberangriffe abzusichern.

🎯 Steuerungsverlust im Digitalisierungsprojekt: Die Bitkom-Studie „Digitalisierung der Wirtschaft 2025“ zeigt, dass 53 % der deutschen Unternehmen Schwierigkeiten haben, ihre Digitalisierungsprojekte zu steuern, das entspricht einem Anstieg von 14 Prozentpunkten seit 2023. Die Fähigkeit, Digitalisierung zu managen, nimmt ab, nicht zu, während die technischen Systeme gleichzeitig komplexer werden.

🎯 Neue Silos durch KI-Investitionen: Aktuelle Analysen von HiSolutions zu den IT-Trends 2026 warnen davor, dass unkontrollierte KI-Initiativen zusätzliche Insellösungen erzeugen, die kein durchgängiges Prozessverständnis bieten und neues Schnittstellenchaos produzieren, statt bestehende Probleme zu lösen. Die IT-Organisation trägt am Ende die Kosten dieser Entwicklung.

Umfrageergebnis: Betroffenheit von Unternehmen durch die NIS2-Richtlinie

💡 Warum das keine Neuigkeit ist, aber trotzdem immer wieder ignoriert wird

Wir haben dieses Thema aus verschiedenen Blickwinkeln jetzt schon öfter in unseren Beiträgen aufgegriffen: Unübersichtliche Produktdaten, doppelte Informationen und Systeme, die nicht miteinander kommunizieren, bremsen nicht nur die IT, sondern Vertrieb, Marketing, E-Commerce und Kundenservice gleichermaßen. Was sich seitdem verschärft hat, ist das Ausmaß: Wo früher vor allem Softwaresysteme betroffen waren, verschmelzen jetzt auch physische Produktionsanlagen mit der IT-Landschaft. Die Angriffsfläche für Fehler, Ausfälle und Sicherheitslücken wächst entsprechend mit.

Der Kern des Problems ist fast immer derselbe: Unternehmen kaufen Systeme, bevor sie ihre Prozesse und Datenflüsse wirklich verstanden haben. Ein neues ERP, ein zusätzliches PIM, eine neue Automatisierungslösung in der Fertigung, ganz klar, jedes für sich sinnvoll, aber ohne durchdachte Schnittstellenstrategie entsteht am Ende nur ein weiteres Silo und Datenchaos.

🎯 Was du jetzt tun kannst

Die gute Nachricht: Schnittstellenprobleme sind kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis fehlender strategischer Planung und vollkommen lösbar.

  • Bestandsaufnahme statt Bauchgefühl: Welche Systeme existieren, welche Daten fließen wohin und wo entstehen Medienbrüche? Ohne dieses Bild bleibt jede Integrationsentscheidung Stückwerk.

  • Schnittstellen dokumentieren und standardisieren: Eine gut dokumentierte, einheitlich gestaltete Schnittstelle senkt die Fehleranfälligkeit spürbar und verkürzt unter anderem sogar die Einarbeitung neuer Teammitglieder.

  • IT- und OT-Verantwortung zusammenbringen: Governance-Strukturen, die beide Welten einbeziehen, statt sie getrennt zu verwalten, sind laut der Studie der OTH Regensburg und der 4C Group der entscheidende Hebel für mehr Sicherheit und echte Kosteneinsparungen.

  • Priorisieren nach Geschäftsnutzen: Nicht jedes System muss sofort integriert werden. Starte mit den Prozessen, die den größten wirtschaftlichen Hebel bieten (häufig Auftragsabwicklung, Produktdaten oder Kundenservice).

  • Monitoring fest verankern: Integration ist kein einmaliges Projekt. Wer Störungen frühzeitig erkennt, bevor sie zum Produktionsstillstand führen, spart schließlich die größten Summen.

💙 Genau an dieser Schnittstelle setzen wir bei Moltomedia an

Wir betrachten Digitalisierung nicht isoliert als Software- oder Hardware-Projekt, sondern als Zusammenspiel aus Strategie, Systemarchitektur und den Menschen, die täglich mit den Systemen arbeiten. Egal ob ERP, PIM, CMS, individuelle Schnittstellenlösungen oder sonstige Software-Systeme, die über Schnittstellen miteinander kommunizieren, wir analysieren zuerst, welche Datenflüsse dein Unternehmen wirklich braucht, bevor wir über konkrete Technologien sprechen. Bei uns bekommst du alles unter einem Dach, das bedeutet, mit Molto hast du einen Ansprechpartner für alles rund um IT und somit keine Reibungsverluste, weil verschiedene Dienstleister aneinander vorbei kommunizieren.

Denn die teuerste Schnittstelle ist am Ende immer die, über die niemand vorher nachgedacht hat.

Wo hakt es in deinem Unternehmen … sind es noch die klassischen IT-Systeme, die nicht zusammenspielen, oder wird bei dir bereits die Verbindung von IT und Produktion zur Herausforderung? Wir sind gespannt auf deine Erfahrungen.

🔗 Quellen: Siemens, „True Cost of Downtime 2024“ Report | ABB, „Value of Reliability“ Studie (zitiert via Acronis) | IoT Analytics, Studie zur IT/OT-Konvergenz (zitiert via Computerwoche) | Bitkom, „Digitalisierung der Wirtschaft 2025“, Studienbericht | Dragos 2026 OT Cybersecurity Report | Europäische Cybersecurity Regulierung | VDMA-Studie 2025 | OTH Regensburg & 4C Group, „IT/OT-Konvergenz: Status-Quo und Umsetzungsempfehlungen“ | HiSolutions, „IT-Trends 2026“

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